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Geschichte vom Marathonlauf

Der Sage zufolge...
Es war im Jahr 490 v.Chr. Die Griechen hatten die Perser in der Schlacht von Marathon besiegt und Pheidippides sollte die gute Nachricht nach Athen bringen.

Er lief annähernd 35 Km vom Flachland von Marathon bis Athen und als er dort ankam, war er so atemlos, dass er nur ankündigen konnte "wir haben gesiegt" und stürzte tot auf den Boden.

Ein Beweis dieser Sage besteht eigentlich nicht, aber es war eben eine gute Geschichte und eine Anregung für die Wettspiele, die zum ersten Mal in der Olympiade in 1896 in Athen stattfanden.

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Aber die wahre Geschichte ist noch unglaublicher...

Wenn es für sie erstaunlich ist, dass ein Bote 35 Km gelaufen ist vom Flachland von Marathon bis nach Athen, dann warten sie besser auf die wahre Geschichte.

Tatsächlich wurde Pheidippides mit einer schwereren und wichtigeren Aufgabe betraut. Als die Perser in Griechenland ankamen um Athen zu zerstören, wurde Pheidippides damit beauftragt sich nach Sparta zu begeben, 240 Km entfernt, um Verstärkung zu bekommen. Und er ist bis dorthin gelaufen !

Stimmt...gelaufen. Da der Weg ziemlich unregelmäßig war für Pferde, konnte nur ein Laufbote die Entfernung innerhalb der Zeitspanne bewältigen.

Pheidippides überbrückte also laufend die 240 Km in nur zwei Tagen in unregelmäßigem Terrain, und als er endlich in Sparta ankam, wurde sein Ansuchen um Aushilfe einfach zurückgewiesen. Danach machte sich Pheidippides erneut auf den Weg und lief zurück nach Athen mit der schlimmen Nachricht.

Falls sie annehmen, dass Pheidippides ein Ausnahmsfall war, dann wäre es gut, wenn sie davon Kenntnis nehmen, dass die Athener die Perser beim Laufen überwunden haben.


Pheidippides war nämlich nicht der einzige Läufer...

In der Tat, war es nicht nur Pheidippides der gelaufen ist, da die körperliche Ausbildung in der athenischen Armee ausschlaggebend war. Und es gelang ihnen die Perser gerade beim Rennen in Marathon zu besiegen. Wie ist das eigentlich abgelaufen ?

Die Perser hatten einen ganz einfachen Plan: im Flachland von Marathon landen, die schwache athenische Armee bewältigen und um die Küste herumfahren, und in Athen von der ungeschützten Südseite einmarschieren.

Es waren weniger als 10 tausend Athener, die nach Empfang der schlimmen Nachricht von Pheidippides sich dazu entschlossen hatten, einen schnellen Angriff auf die 25 tausend Perser zu unternehmen, die im Flachland von Marathon gelandet waren.

Der überraschende Angriff war erfolgreich und die Perser wurden in ihre Schiffe zurückgedrängt. Dann begann der zweite Abschnitt des Plans der Perser: mit den Booten 8-10 Stunden bis zum Strand von Phaleron segeln, das dem Anschein nach ungeschützt war.

Gerade jetzt mussten die Athener ihre körperliche Ausbildung zur Gänze anwenden. Nach einer Schlacht, die einen ganzen Tag andauerte, müssten sie ungefähr 40 km bis nach Phaleron laufen um die Landung der Perser zu unterbinden.

Bei diesem Marathonlauf, gelang es den ersten Athener Phaleron nach 5-6 Stunden zu erreichen, und bereits eine Stunde vor der Ankunft der persischen Boote, waren die Griechen bereits am Strand und die Schlacht wurde vorbereitet. Dieser Lauf war also für den Sieg entscheidend.

Die Perser konnten ihren Augen nicht glauben, als sie bei ihrer Ankunft in Phaleron die atheneische Armee vorfanden. Obwohl in grösserer Anzahl, waren die Perser gegenüber den Athenern eingeschüchtert, die scheinbar übermenschliche Fähigkeiten aufwiesen.

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© 1999-2017 Helio A. F. Fontes
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